Reviews

The saxophonist has a wonderful tone, and as one would expect with an ECM recording of this nature, the sound quality is superb, allowing the sax, piano and bass to explore and create intimate atmospheres of sound. There is an open quality to the trio that I really like the three musicians appear well suited to one another, with a quiet yet compelling imagination flowing through the entire session. Nine original pieces by Bordenave offer much to enjoy. There is a sense of complexity to the music that on initial listening could leave the listener curious, yet not entirely bowled over. It takes time to appreciate some of the subtleties and nuances within the tunes, and a little more effort than usual perhaps. But it’s well worth giving it that time, as the more one listens, the more compelling and beguiling it undoubtedly becomes.
Mike Gates, UK Vibe

Ein impressionistisch farbiges Kaleidoskop. Diese Musik entstand an der Kreuzung verschiedenster Einflüsse und Genres ohne sich wirklich festlegen zu wollen. Anders hätte eine solch exquisite Musik auch nicht zum Klingen gebracht werden können.
Tilman Urbach, Fono Forum

Une musique de chambre èvoluant en apesanteur parmi des paysages à la Claude Monet aux contours dilués par une lumière incertaine et l’on ne s’étonne pas que Bordenave soit de ces synesthèthes qui perçoivent la musique en couleurs. Il reste une pointe de Marcel Mule chez ce saxophoniste passé par le classique, qu’estompe, comme un halo, cette souplesse de l‘intonation traversant l’histoire du saxophone de Lester Young à Chris Potter. On pense aussi à Lee Konitz dont il ne partage pas (ou plus) le vocabulaire, mais pour cette clairvoyance instantanée du développement non prémédité. On trouve à ses cõtés le pianiste allemand Florian Weber dont justement Lee Konitz avait emmené en 2009 le trio au Village Vanguard pour y enregistrer son ‚New Quartet‘. À diverse moments, l’indèpendance et la complémentarité des deux mains semblent relever de quelque pensée bicéphale. Ce qui n’est rien dire de la présence discrète du contrebassiste Patrice Moret, parcimonieuse, profonde, essentielle à cette musique éminemment collective dans sa conception comme dans sa réalisation improvisée.
Franck Bergerot, Jazz Magazine

Mit ‚La Traversée‘ legt er ein aufsehenerregendes Album vor. Ein leises, ein geheimnisvolles. Jazz, Neue Musik, impressionistische Klänge, besonders die feine Klangästhetik des US-Klarinettisten Jimmy Giuffre aus den 60er Jahren, all das scheint durch in dieser Kammermusik. Matthieu Bordenave hat alle Stücke komponiert, manche mehrere Seiten lang. Auf dem Album erklingen teilweise nur Fragmente davon, mit maximaler Offenheit konnte sich jedes Stück entwickeln. Oft nehmen Jazzmusiker diese Freiheit für sich in Anspruch, aber so konsequent in Töne gegossen, wie auf ‚La Traversée‘ ist diese Freiheit selten zu hören. Dabei ist aber keine gedankenschwere Musikkonstruktion entstanden, sondern ein schillerndes, immer poetisches Klangfarbenspiel. Matthieu Bordenave, Florian Weber und Patrice Moret beim Spinnen ihrer Tonfäden zuzuhören, ist äußerst faszinierend. Zu Ende gesponnen sind diese Fäden noch lange nicht. ‚La Traversée‘ ist erst der Anfang.
Ulrich Habersetzer, Deutschlandfunk Kultur

It works very well. These three musicians play to their similarities and avoid, if indeed they have any, their differences. The result is a harmonious set of nine pieces – well, eight and a half, given that the opener and closer are duet and trio presentations respectively of a Bordenave composition called ‚River‘. All the writing is by the leader, though it feels like it might be quite sketchy and open; a relatively free improvisational feel holds true throughout. This album was recorded last autumn and provides a suitably burnished, reflective and ever-so-slightly melancholy soundtrack for this particular crossing into the mellow, misty, gently maturing days.
Peter Bacon, London Jazz News

Im Trio mit Florian Weber am Piano und dem Schweizer Bassisten Patrice Moret entsteht auf der Grundlage von Kompositionen, die auf Transparenz angelegt sind, eine Musik, die zwischen zeitgenössischer Kammermusik und Improvisation angesiedelt ist, die einerseits streng und andererseits sehr offen klingt. Das Resultat lässt sich vergleichen mit einem Aquarell, in dem zarte Farben ineinander verlaufen und überall zugleich deutliche Strukturen aufscheinen lassen. Auf ‚La Traversée‘ nimmt man Teil an der Genese solcher Bilder, man hört, wie die melodischen Linien von Klavier, Bass und Saxofon sich miteinander verbinden, einander durchdringen und ein gemeinsames Ganzes ergeben. Jeder der drei beteiligten prägt das Ensemble mit seinen eigenen Farben, deren Grundton in allen Schattierungen leuchtet. Kein Ton ist hier überflüssig, keine Nuance zu viel.
Uli Lemke, Jazzthing

Der Pianist Florian Weber, der Tenorsaxophonist Matthieu Bordenave und der Kontrabassist Patrice Moret lassen ihre Töne und Melodiekürzel wachsen, aufblühen und verklingen. Sie interagieren, treiben eine Tonfolge bis zu ihrem logischen Höhepunkt, sie mischen sich ein, bringen neue Bewegungen und Ideen ein, widersprechen sich oder führen einen Gedanken der Partner fort. Das geschieht so leise, langsam und bedächtig, als meditiere das Trio über die von Bordenave entworfenen Themen.
Werner Stiefele, Stereoplay

Ein ganz großer Wurf die Musik auf ‚La traversée‘ ist oft ätherisch, sie schwebt, ist von tiefer Innerlichkeit, tönt wie eine Traumsequenz, in der Momente des Loslassens schon mal ins leicht Unheilvolle hinüberschimmern können. Die knapp dreiundvierzig Minuten des Albums verursachen beim Zuhören einen langen Nachhall.
Ssirus W. Pakzad, Abendzeitung

Selten hat Jazz entspannter geklungen als auf dem neuen Album von Matthieu Bordenave, Florian Weber und Patrice Moret. Man könnte es auch unter Kammerjazz einordnen, denn der Formenreichtum klassischer Musik und der Improvisationsgestus des Jazz sind hier gleichermaßen präsent. ‚La traversée‘ ist entschleunigter Jazz in Vollendung, der das Prädikat ‚cool‘ voll und ganz verdient hat.
Bernhard Jugel, Bayerischer Rundfunk